Am 15. Oktober 2017 hat die ÖVP die Nationalratswahl mit 31,47 Prozent gewonnen und damit die SPÖ nach über einem Jahrzehnt vom ersten Platz verdrängt. Die ÖVP konnte dadurch wieder den Kanzler stellen und ist eine Koalition mit der FPÖ eingegangen. Verglichen mit dem Ergebnis von 2013 (23,99 Prozent) war das ein deutlicher Sprung. Die Frage ist: Woher kommt dieser Zugewinn?
Wie sich die Wählerströme verschoben haben
Dass ein Gewinn für eine Partei einen Verlust für eine andere bedeutet, überrascht nicht. Das nennt man einen Wählerstrom, meistens wird er aus aggregierten Wahlergebnissen berechnet. Diesmal schaue ich mir aber Exit-Poll-Daten an und stelle sie mit einem Sankey-Diagramm dar.
Hinweis: Um eine optimale Darstellung zu gewährleisten, wird ein breiterer Bildschirm empfohlen.
Wählerströme von 2013 (links) nach 2017 (rechts), in Prozent der jeweiligen Partei-Wähler:innen 2013. Die Bandbreite entspricht dem Anteil, die Farbe der Herkunft.
Wichtig dabei: Die Daten stammen aus einer Stichprobe von 1.200 Personen der Austrian National Election Study, Nichtwähler:innen beider Wahlen fehlen. Das Ergebnis lässt sich also nicht 1:1 auf die gesamte Wählerschaft übertragen, zeigt aber trotzdem einen spannenden Blick auf Wählerbewegungen.